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Begriffsdefinition:
Mit dem Begriff „Bleaching“ ist
in der Aesthetischen Zahnheilkunde das Aufhellen der Zahnfarbe
verbunden.
Technischer
Ablauf
Erreicht wird dieses durch Substanzen, die mit
Hilfe einer Schiene, eines Strips, Pinsels oder Tupfers auf die
Zähne aufgetragen
werden und dann dort für eine bestimmte Zeit verbleiben. Die
Verweildauer hängt vom Verfahren, vom Material und dessen
Konzentration sowie der Schmelzdichte ab. Sie liegt zwischen 10
Minuten und der nächtlichen Einwirkung über 8-12 Stunden.
Material
Als Wirkstoffe kommen Wasserstoffperoxid- oder Carbamidperoxidverbindungen
aber auch Natriumperborate u. a. zur Anwendung.
Aufhellungsgrad
Der
Bleaching-Effekt, das heißt der Grad der Aufhellung
der Zähne hängt von o.g. Faktoren/Methoden und der Ausgangszahnfarbe
des Patienten ab. Es kann jeder gewünschte Aufhellungsgrad erreicht
werden. Man vermeidet besonders aus aesthetischen Gründen ein „Tapeten-Bleaching“.
Die eigene Zahnfarbe soll lediglich aufgehellt werden, nicht aber
ein unnatürliches „Weiss“ entstehen.
Besonders bei Patienten mit einer von Natur aus gelblichen Zahnfarbe
(z.B. rothaaarige Patienten oder Älteren) erreicht man mit
dem Bleaching beeindruckende Ergebnisse. Auch devitale (wurzelbehandelte)
Zähne, die grau oder braun
geworden sind, können so ihre ursprüngliche Zahnfarbe
zurückgewinnen.
Kosten
Die
Kosten hängen von der Methode, dem gewünschten Aufhellungsgrad
und dem nötigen Zeitbedarf sowie dem Umfang (nur Frontzahnbereich
oder auch Seitenzahnbereich) ab. Sie liegen erfahrungsgemäß und
fallabhängig zwischen 30 und 800 €.
Details dazu sind im persönlichen Gespräch zu klären.
In der Mehrzahl der Fälle bezuschussen die Privaten Krankenversicherungen
das Bleaching als „rein kosmetische Massnahme“ nicht,
allerdings gibt es Ausnahmen, die man im Vorfeld der Behandlung
mit der Versicherung abklärt.
Indikationseinschränkungen
In
jedem Fall sind randspaltige Füllungen vor dem Bleaching
zu erneuern und Karies ist zu beseitigen, weil sonst Nervreizungen
und Nervschäden möglich sind.
Unter Beachtung der jeweiligen
Vorgaben ist das Bleaching ein Verfahren, das ohne Nachteile jeglicher
Art für die Zähne
anzuwenden ist. Auch für ein Wiederholungs-Bleaching gilt
das zuvor gesagte.
Man unterscheidet folgende Verfahren:
- Home Bleaching
- Schienen- oder Gel-Bleaching
Der Patient bekommt entweder
ein schwach konzentriertes Spritzenmaterial vom Arzt zur häuslichen
Anwendung und Applikation in die nachts zu tragende Schiene mit
oder er kauft sich gleich selbst ein Produkt
aus dem Regal der Drogeriemärkte (z.B. Whitening Strips oder
Simply White o.a.). Das Schienenbleaching hat allerdings eine deutlich
stärkere Wirkung als das Auftragen der käuflichen Pasten/Gele.
Beide Methoden machen den Patienten unabhängiger von
Behandlungsterminen, sind allerdings wegen niedriger Konzentrationen
der Materialien zeitaufwändig. Die Geduld des Patienten ist
gefordert.
- Office Bleaching
- Internes Bleaching
Diese Methode wendet man bei marktoten,
wurzelbehandelten und anschließend dunkel gewordenen Zähnen an. Das Bleaching
erfolgt zur inneren Aufhellung, die oft durch die äußere
Aufhellung zu ergänzen ist im Zahn, dort wo ehemals das Nerv-
Gefäßbündel lokalisiert war.
- Externes Bleaching
- Direktes Bleaching ohne Licht
Das hoch konzentrierte
und daher schon nach Minuten sichtbar wirkende Material gilt
als Arzneimittel und darf um Schäden am Zahn
und Weichgewebe zu vermeiden nur vom Arzt in der Praxis/Klinik
angewendet werden. Ein absolut dicht abschließender Zahnfleischschutz
ist obligat
- Lichtverstärktes Bleaching
Hier wird als letzter
Stand der Entwicklung durch zusätzlich
eingesetztes Blaulicht oder Diodenlicht als Reaktionsbeschleuniger
die Wirkung des Bleaching verstärkt, die Einwirkzeit verkürzt
und einer selten vorkommenden und ungefährlichen vorübergehenden
Empfindlichkeit der Zähne noch wirksamer vorgebeugt.
Im Anschluss an alle Office-Bleaching-Verfahren
werden die Zähne mit verschiedenen Mitteln remineralisiert
und flouridiert.
Weitere
Fragen beantworten wir Ihnen gerne in unserer Tagesklinik oder über
Email: dr.holger@essiger.de
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